Antrag zur externen Vermarktung des BusinessPark Elbufer angenommen

08.07.2015

CDU-Antrag zur externen Vermarktung des BusinessPark Elbufer angenommen

WEDEL. Dem CDU-Antrag, die Grundstücke des BusinessPark Elbufer durch einen auf Gewerbegrundstücke und -betriebe spezialisierten externen Grundstückvermittler vermarkten zu lassen, wurde im Haupt- und Finanzausschuss mit großer Mehrheit zugestimmt.

BusinessPark Elbufer: Jetzt sollen Makler ran

(von Julian Willuhn, Wedel-Schulauer Tageblatt) WEDEL. Externe Experten sollen Grundstücke vermarkten. CDU-Antrag findet Mehrheit im Haupt- und Finanzausschuss. Damit es gelingt, die ganz dicken Fische für die 180.000 Quadratmeter an Land zu ziehen, soll die Verwaltung nun auf externe Unterstützung bei der Vermarktung zurückgreifen. Damit es gelingt, die ganz dicken Fische für die 180.000 Quadratmeter an Land zu ziehen, soll die Verwaltung nun auf externe Unterstützung bei der Vermarktung zurückgreifen.

Arbeitsplätze und sprudelnde Steuereinnahmen – das verspricht sich Wedel vom Businesspark Elbufer. Damit es gelingt, die ganz dicken Fische für die 180.000 Quadratmeter an Land zu ziehen, soll die Verwaltung nun auf externe Unterstützung bei der Vermarktung zurückgreifen. Der Haupt- und Finanzausschuss stimmte am Montag einem entsprechenden CDU-Antrag zu. Ursprünglich hatte die Stadtverwaltung eine halbe Stelle im Personalplan vorgesehen, um die Flächen an zahlungskräftige Unternehmen zu vermitteln. Diese Planung fiel allerdings den Sparmaßnahmen zum Opfer. Nach Ansicht der Christdemokraten wäre es ohnehin nicht der optimale Weg gewesen.

„Ein Experte mit Kenntnis des internationalen und nationalen Gewerbegrundstücksgeschäfts wird für eine TVöD-Stelle nicht zu gewinnen sein“, heißt es im Antrag der CDU. Einen Makler müsse man außerdem kein festes Honorar, sondern lediglich im Erfolgsfall eine Provision zahlen. „Wir haben volles Vertrauen in das Team der Stadt, aber es kann die nötigen Kontakte gar nicht haben“, sagte CDU-Fraktionschef Michael Kissig.

Bürgermeister Niels Schmidt (parteilos) äußerte sich zum Antrag der Christdemokraten: „Wir verschließen uns einer Unterstützung nicht, aber das letzte Wort muss bei der Stadt liegen.“ Eine Bedingung, der sich alle Parteien gern anschlossen. Grundsätzlich, betonte Schmidt, gebe es ein reges Interesse an den Grundstücken.

Detlef Murphy (Linke) bezeichnete den Antrag als „unbegründetes Misstrauensvotum gegenüber der Verwaltung“. Der Ratsherr führte objektive Hindernisse beim Verkauf der Grundstücke an, die er für wichtiger erachte als Kontakte in die Geschäftswelt. Diese seien der Lärm-Konflikt mit den angrenzenden Wohngebieten in Hamburg-Rissen, die noch nicht erfolgte Erschließung des Geländes sowie die unklare Zukunft des Kraftwerks an der Elbe. Genau wie die Grünen Ausschussmitglieder stimmte Murphy gegen den Antrag.

Die Verwaltung soll nun während der Sommerpause Kontakte zu geeigneten Maklern knüpfen.

Der CDU-Antrag zum Haupt- und Finanzausschuss am 06.07.2015:

Der BusinessPark Elbufer (BPE) kommt. Wie er kommt haben wir selbst in der Hand. Er ist für die künftige Entwicklung der Stadt in jeder Hinsicht von zentraler Bedeutung. Steuereinnahmen, Arbeitsmarkt, Wohnqualität, Kaufkraft sowie unsere Stärke im Bereich der sozialen Leistungen hängen von der Wirtschaftskraft unserer Stadt ab.

Um die erfolgreiche Entwicklung des BPE sicherzustellen, beantragt die CDU- Fraktion daher:

Die Grundstücke des BusinessPark Elbufer sind durch einen auf Gewerbegrundstücke und -betriebe spezialisierten externen Grundstückvermittler vermarkten zu lassen.

Begründung:
Ziel der Gewerbeansiedlung im BPE ist, zunächst größere Flächen an einige große Unternehmen oder Investoren zu verkaufen und danach erst die sich ergebenden Zwischenflächen zu veräußern. Um hierbei erfolgreich zu sein ist es erforderlich, auf ausgewiesene Fachleute zu setzen, anstatt dies mittels der Einrichtung einer halben Verwaltungsstelle sicherstellen zu wollen. Ein Experte mit Kenntnis des internationalen und nationalen Gewerbegrundstücksgeschäfts wird für eine TVöD- Stelle nicht zu gewinnen sein.

Wedel, 18.06.2015
Michael C. Kissig
Fraktionsvorsitzender